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Verkorkstes Schulsystem: Abschaffen? Alternativen?


Das staatliche Schulsystem ist in Deutschland und den Vereinigten Staaten zu einer Katastrophe degeneriert. Doch ist das ein Grund, das Konzept Schule komplett abzuschaffen? Ich sage nach reiflicher Überlegung: Nein, Schule KANN funktionieren, wenn man es denn richtig macht.

Ein Kommentar

  1. Auch mal gut, dass gerade das System, welches dringend mal „umgekrempelt“ werden muss,
    kritisiert wird. Ich konnte mir damals sowie heute durchaus vorstellen, Kinder zu unterrichten, da mir das Spaß macht und ich die Inhalte gut vermitteln kann. Doch als Schülerin habe ich gesehen, nie und nimmer wäre das für mich möglich in dem Schulsystem, wie es heute besteht, da würde man psychisch daran zu Grunde gehen (so wie viele Lehrer eben). Ich teile deine Punkte, die du angesprochen hast, aber meiner Meinung nach ist es noch viel zu milde. In der Schule sollen alle Schüler gleich behandelt und gleich bewertet werden. Alles schön und gut, doch sind wir nie alle gleich. Extrovertierte haben direkt bessere Chancen, während Introvertierte tagtäglich gegen sich selbst ankämpfen müssen, weil sie gezwungen werden, ihre Meinung zu jedem Thema zu äußern. Zuhören und Interesse am Thema reicht da meistens gar nicht. Zu anderem die täglichen Auseinandersetzungen mit Lehrern, die auch die Nase voll haben von ihrem Beruf oder einfach gar nicht erst Lehrer werden sollten. Viele können gar nicht mehr auf die Schwächen oder Bedürfnisse jedes Einzelnen eingehen und stellen extra mehr Hindernisse auf als nötig. Super ist es dann fürs Selbstbewusstsein nicht nur von Klassenkameraden, sondern auch von Lehrern „gemobbt“ zu werden. Selbst von meiner Nachhilfeschülerin höre ich ständig, wie ihre Lehrer ihrer Klasse ständig eintrichtern: „Ihr seid alle schlecht, die anderen sind besser, ihr bringt es eh zu nichts im Leben!“. Die Schüler können vielleicht noch drüber lachen, aber an sich hinterlassen solche Sprüche aus der heutigen Perspektive einen bitteren Nachgeschmack. Lehrer bewerten noch dazu schön subjektiv und alle unterschiedlich. Wonach sollst du dich richten, wenn für den einen 1-2 Mal die Stunde mündliche Beteiligung nicht mal eine 2- rausreißen kann, aber für den anderen eine 1 bedeutet? Und der ständige Zwang zu Dingen, die einen alles andere als gefallen. Du bist kein sportlicher Mensch und schaffst es nicht, die Kunsttücke mit dem Basketball zu vollführen und kriegst natürlich dementsprechend eine Note, die dir den Schnitt versaut. Das Schulsystem hat meiner Meinung nach so viele Macken und macht aus den jungen Menschen Roboter ohne Charakter. Die Zukunft leidet dann aufgrund von Entscheidungen von überforderten Menschen und anderen Umständen, auf die ein Schüler keinen Einfluss hat. Ach ja, noch ein Punkt: Schüler haben generell keine Stimme. Wenn, dann müssen schon die Eltern kommen und Stress verursachen, aber der Schüler selbst, der benotet wird, um den sich alles dreht, der junge Erwachsene hat in dem System nichts zu sagen, leider. Ich hoffe für alle Kinder und auch meine zukünftigen, dass sich da einiges ändert. Aber auch von Menschen, die Lehrer sind oder es sein wollen. Es ist gerade sicherlich kein schönes Arbeitsumfeld.

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