Home / Filme & Dokus / „Ramstein – Das letzte Gefecht“ – Film in voller Länge

„Ramstein – Das letzte Gefecht“ – Film in voller Länge

Während ganz Europa von einer Flüchtlingskrise abgelenkt ist, in deren Folge immer mehr EU-Staaten politisch nach rechts rücken, bereitet sich die NATO mittels massiver Aufrüstung in Osteuropa offensichtlich auf einen Krieg gegen Russland vor. Und wie lief eigentlich noch mal genau der Machtwechsel in der Ukraine ab? Bundeskanzlerin Angela Merkel, die vor den Vereinten Nationen erklärt hat, die Fluchtursachen bekämpfen zu wollen, regiert mit dem EU-Türkei-Abkommen gefährlich an der erlebten Realität der Kriegsflüchtlinge vorbei. Denn die wahren Fluchtursachen schlummern, von der öffentlichen Meinung immer noch weitgehend unbeachtet, auf einem Luftwaffenstützpunkt der USA, im Südwesten der Bundesrepublik Deutschland bei Ramstein-Miesenbach in Rheinland-Pfalz.

BERLIN/RAMSTEIN – Seit der Veröffentlichung unseres Films im Sommer hat sich auf der Air Base viel getan: In Ramstein kommandiert jetzt der Tod persönlich! General Tod Wolters trat inzwischen die Nachfolge von Generalleutnant Frank Gorenc an. ‚General Tod‘ hat als Kampfpilot beinahe 5000 Flugstunden Erfahrung in fünf verschiedenen Kampf-Flugzeugen gesammelt. Vor allem aber verfügt er über eine Spezialausbildung für den Einsatz von Atomwaffen. Sein neues Verantwortungsgebiet auf der Ramstein Air Base umfasst außerdem laut Air Force genau 104 komplette Staaten in Europa, Afrika, Asien und dem Mittleren Osten, wo mehr als ein Viertel der gesamten Weltbevölkerung leben – Russland inklusive.
+++
Sowohl weltpolitisch als auch lokal spitzt sich der neue Kalte Krieg gegen Russland indes weiter zu: Zwar hatte der neu gewählte US-Präsident Donald Trump mehrfach klar gemacht, dass er das Verhältnis der beiden Länder entspannen wolle – doch als künftigen Verteidigungsminister ernannte er ausgerechnet den Rechtsaußen-Golfkriegsgeneral James Mattis, der für seine harte Haltung gegenüber Russland, aber auch dem Iran, bekannt ist.
+++
Auf der Air Base gehen die Vorbereitungen für eine militärische Konfrontation wohl daher unbeirrt weiter: „Im Army Depot in Kaiserslautern werden derzeit zu Hunderten Panzer und Geländewagen des Militärs von ‚wüstenbeige‘ in ‚waldgrün‘ umgespritzt“, berichtet Filmprotagonist und Friedensaktivist Wolfgang Jung im Gespräch mit dem Autor. Es sei offensichtlich, dass ihr „nächster Einsatz in überwiegend grün bewaldeter Gegend wie dem Baltikum“ vorgesehen sei.
+++
Auch aktuelle Logistikanstrengungen der US Army deuten auf diese gefährliche Entwicklung hin: So erhielt das ebenfalls neben der Air Base befindliche „21. Theater Sustainment Command“ (21. Gefechtsnachschubkommando) unlängst eine 620 Schiffscontainer (!) umfassende Lieferung von Bomben, Raketen und Gewehrkugeln aus Übersee. In einer offiziellen Erklärung sprechen die Militärs von der „größten Munitionslieferung der letzten 20 Jahre“. Europas US-Army-Kommandeur Generalleutnant Ben Hogdes, lobte bei der Verschiebung nach Kaiserslautern die tolle Kooperation des deutschen Staates: „Der Transport der Munition vom Hafen Nordenham per Bahn den weiten Weg nach Miesau konnte nur mit Erlaubnis unser deutschen Verbündeten durchgeführt werden,“ erläuterte Hodges. „Deutschland trägt auch damit zu Abschreckung bei, dass er der U.S. Army erlaubt, Munition und Ausrüstung innerhalb Deutschlands zu befördern.“
Ebenfalls auf offizieller Ebene wird die Stationierung von US-Soldaten entlang der russischen Grenze vorbereitet:
Das 3rd Armored Brigade Combat Team / ABCT (die 3. Panzerbrigade) der 4th Infantry Division in Fort Carson (Colorado) bricht nach Europa auf. In dieser Woche werden die ersten Panzer, Schützenpanzer, Militärlaster und andere Gerätschaften, die an der Operation Atlantic Resolve teilnehmen sollen, auf Züge verladen. Von circa 2000 Fahrzeugen ist die Rede, berichtet Friedensaktivist Wolfgang Jung.
+++
Bei dem oben genannten Europa-General Hodges hatten sich bereits Anfang November, auf dessen „Einladung“ hin, artig die Chefs der Deutschen Bahn und der DB Cargo, Rainer Grube und Jürgen Wilders, im Wiesbadener US-Hauptquartier eingefunden. Gemeinsam mit dem Chef des 21. Gefechtsnachschubkommandos (Kaiserslautern), Generalmajor Duane Gamble, vereinbarten Hodges und die Deutsche-Bahn-Chefs die kurzfristige Bereitstellung von zahlreichen Tieflade-Güterwagen für den Transport der gelieferten Panzer in Richtung Osten. In ihrer Pressemitteilung zu dem Treffen fügte die US-Army hinzu: „Die Offiziere betonten übereinstimmend, wie wichtig es sei, im Krisenfall schnell genügend Flachbett-Güterwagen zum Transport von Panzerbrigaden Richtung Osten zur Verfügung zu haben. Generalmajor Gamble meldete dabei schon für das Jahr 2017 einen ‚erhöhten Bedarf an DB-Güterwagen‘ an.“ Und Bahnchef Grube frohlockte: „Wir freuen uns darauf, unsere Beziehung noch zu vertiefen, und verpflichten uns dazu, was wir versprechen, auch einzuhalten.“ Details sollen bei einem heute (5. Dezember 2016) in Kaiserslautern stattfindenden „Workshop“ der US-Army geklärt werden. Um wieviel Geld es bei dem Auftrag geht, wurde nicht veröffentlicht.
Angesichts der schieren Größe all dieser militärischen Vorbereitungen ist nicht davon auszugehen, dass ein US-Präsident Trump diese Kriegsvorbereitungen gegen Russland entweder stoppen oder gar rück-abwickeln dürfte. Es ist daher dringend geboten, die deutsche Bevölkerung weiter über die Bedeutung der weltgrößten Militärbasis außerhalb der USA in Ramstein aufzuklären. Denn noch immer ist die Öffentlichkeit unter dem Eindruck der Flüchtlingskrise von den Entwicklungen abgelenkt. Seit neuestem macht im Regierungslager die Vokabel „Fake News“ die Runde, durch deren Gebrauch man sich erhofft, die Öffentlichkeit von Informationen, deren Narrativ nicht dem Nachrichten-Mainstream entspricht, ab zu schrecken. Doch an diesem Film über die Air Base ist alles echt – die bloße Aufzählung von nachprüfbaren Fakten lässt bereits ein Gefühl der Beklommenheit entstehen.

Nachricht hinterlassen

Your email address will not be published.

Nach oben scrollen